Windpferd und Fischsauce

unterwegs zwischen Himalaya und Pazifik

Schlagwort: Yading

Yading Nature Reserve – das echte Shangri-La

Die zweite Nacht in Shangri-La haben die Hunde ein Einsehen mit uns und legen längere Bellpausen ein. So laufen wir einigermaßen ausgeschlafen gegen acht Uhr drei Kilometer entlang des Flusses vorbei an Baugruben und Bauzäunen zum Ticket Office des Yading Nature Reserves. In Yading gibt es drei den Tibetern heilige Berge, von denen der höchste, Chenresig, 6032 Meter in den Himmel ragt. Alle drei sind bislang noch nie bestiegen worden. Tibeter umrunden jedoch gerne den Chenresig oder auch alle drei Berge, womit man sich ihrem Glauben nach große Verdienste erwirbt.

Der Besuch des Yading Nature Reserve ist leider kein Schnäppchen. Für Eintritt und Busfahrten zahlen wir pro Person umgerechnet ca. 30 Euro. Die Busfahrt führt über einen spektakulären Bergpass. Beim Anblick des ersten schneebedeckten Gipfels ertönt ein Raunen durch den Bus. An einer Aussichtsplattform machen wir einen Stopp. Die Chinesen machen Faxen und Fotos vor der wirklich schönen Bergkulisse. Bald darauf erreichen wir den Eingang zum Reserve. Für umgerechnet weitere zehn Euro fahren wir mit einer Art Mini-Tram auf Rädern noch sechs Kilometer weiter bis zum Luorong Grasland auf 4180 Höhenmetern. Die Wanderung hierhin nahe der Asphaltstraße hätte uns viel Zeit gekostet.

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Shangri-La / Riwa – Wo sich der Staub niemals legt

James Hilton beschreibt 1933 in seinem Roman „Lost Horizon“ ein Tal im Himalaya namens Shangri-La. Die Bewohner leben glücklich und werden steinalt. Seitdem ist Shangri-La ein Synonym für das Paradies auf Erden, isoliert von der Außenwelt. Im Jahr 2001 wurde die Stadt Zhongdian im tibetischen Teil Yunnans aus Marketing-Gründen in Shangri-La umbenannt. Es funktioniert, viele Touristen kommen in den Ort. Leider ist im Januar 2014 die Altstadt abgebrannt, aber der Wiederaufbau ist in vollem Gange.

Das Yading Nature Reserve hat eine der dramatischsten Hochgebirgslandschaften Chinas. Früher ein „Geheimtipp“, wird es in letzter Zeit aggressiv vermarktet. 2013 wurde der auf 4400 Metern höchstgelegene zivile Flughafen der Welt Daocheng Yading eröffnet. Eine Busstunde vor dem Reserve lag die kleine Siedlung Riwa. Sie bestand bis vor kurzem aus wenigen Häusern, wird aber gerade zu einer Stadt ausgebaut, die sich kilometerweit am Fluss entlang und die Nebentäler hinauf erstreckt und vielen Tausend Touristen gleichzeitig Unterkunft bieten soll. Da dachten sich die Verantwortlichen, dass die Shangri-La-Nummer doch auch hier nicht schlecht wäre.

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