Windpferd und Fischsauce

unterwegs zwischen Himalaya und Pazifik

Schlagwort: Tibet (Seite 1 von 2)

Leckereien aus Südwest-China – Heute wird geschlemmt!

Wer hätte es gedacht? Das Reich der Mitte ist riesig und vielfältig – so auch das Essen. Wir stoßen im Südwesten Chinas auf die weit verbreitete Sichuan-Küche: scharf, intensiv und vielfältig soll sie sein. Getrocknete Chili-Schoten, chinesischer Blütenpfeffer (auch bekannt als Sichuanpfeffer) und schwarzer Pfeffer sind unverzichtbare Bestandteile in jedem Gericht und werden fein aufeinander abgestimmt. Eine Besonderheit des Sichuanpfeffers ist seine betäubende Wirkung – ein seltsames Gefühl im Mund. Wer ihn einmal gegessen hat, liebt ihn oder sortiert ab sofort die Pfefferkörner fein säuberlich mit den Stäbchen einzeln aus dem Essen.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Essen bestellen ist vor allem aufgrund unserer schmalen Chinesisch-Kenntnisse ein wiederkehrendes Abenteuer. Während wir bislang in anderen Ländern meist ohne Probleme auf englisch Gerichte bestellen konnten, sitzen wir in den ersten zwei Wochen unserer Chinareise oft ratlos vor den chinesischen Zeichen in der Menu-Karte. Morgens, mittags, abends nur Reis essen? Es geht auch anders, nur Mut.

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Best of tibetische Shops

Für die Übersetzung ihrer Ladenschilder lassen sich Händler und Gastronomen in Tibet häufig etwas Originelles einfallen…

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Shangri-La – Großstadt ohne Leitungswasser

Mit unseren staubigen Rucksäcken stehen wir am Busbahnhof in Shangri-La. Wir haben uns bereits ein Guesthouse herausgesucht, das ‚Kevin´s Trekker Inn‘, jedoch kein Zimmer vorreserviert. Mit dem Stadtbus fahren wir zum Rande der Altstadt, von wo aus wir noch einen Hügel hinauflaufen müssen. Leider ist das Guesthouse voll belegt und so übernachten wir in einem günstigen Hotel nebenan. Hier funktionieren jedoch weder Leitungswasser noch Internet, so dass wir am nächsten Morgen wieder bei Kevin vor der Tür stehen. Glück gehabt. Eines der schönsten Zimmer mit Terrasse und Rundumblick auf die Stadt wird gerade frei. Weil wir einige Tage hier bleiben wollen, erhalten wir einen großzügigen Rabatt.

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Auf der Staubpiste Richtung Shangri-La

Nicht ganz entspannt erwachen wir gegen sechs Uhr morgens in Xiangcheng. Aus dem Fenster können wir auf den Busbahnhof schauen, wo sich gerade ein Bus nach Shangri-La (Yunnan), unserem nächsten Reiseziel, zur Abfahrt bereit macht. Sechs Uhr Abfahrt war uns (insbesondere Sven) zu früh und laut Lonely Planet soll gegen neun Uhr ein zweiter Bus hier durchfahren, diesen wollen wir nehmen. Hundertprozentig sicher sind wir uns aber nicht, ob diese Information tatsächlich stimmt. Wir frühstücken Müsli mit Nescafé und Kathi presst Luft aus den Vakuumtüten, um alles in ihren von der Größe her knapp bemessenen Rucksack zu verstauen.

Da wir nicht genau wissen, wann unser Bus ankommt, sitzen wir bereits kurz nach acht an der Straße vor dem Busbahnhof und warten. Die Dame vom Kiosk nebenan gibt uns kleine Plastikhocker, wir revanchieren uns mit dem Kauf einer Cola und eines ‚Flavoured Drink´, einer leckeren chinesischen Limonade, die wie nicht so süßes Ginger Ale schmeckt. Gegen halb neun öffnet das bislang geschlossene Ticket Office und wir gehen zum Schalter, um uns nach unserem Bus zu erkundigen. Die Dame übersetzt mithilfe ihrer Smartphone-App, dass heute kein Bus mehr nach Shangri-La fahren würde, erst morgen um sechs Uhr wieder. So ein Mist, aber wir trauen dieser Frau nicht und warten weiter.

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Der schwierige Weg nach Xiangcheng

Die traumhafte Landschaft des Yading Nature Reserve geistert noch in unseren Köpfen und Träumen herum. Aber neue Ziele warten auf uns, sowie die nötige Verlängerung unseres China-Visums. Also machen wir uns auf die lange Fahrt von Shangri-La ins andere Shangri-La, die Großstadt in Yunnan. Erstes Zwischenziel ist Daocheng, das wir zuvor bereits besucht haben. Die Fahrt mit dem Minivan verläuft problemlos. Schnell ist ein Mitfahrer gefunden und gegen Mittag sind wir dort. Wir stärken uns in einem kleinen Restaurant mit Dumplings, chinesischen Tortellini mit Schweinehackfleisch-Füllung und Knoblauch- sowie Chili-Dip. Von Daocheng aus nach Shangri-La fährt nur ein Bus täglich und zwar morgens um sechs Uhr. Er braucht etwa 12 Stunden. Das wollen wir uns nicht antun. Auf etwa halber Strecke liegt noch eine größere Stadt, Xiangcheng. Wir hoffen, noch heute dorthin zu kommen, um einen Zwischenstopp über Nacht einlegen.

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Yading Nature Reserve – das echte Shangri-La

Die zweite Nacht in Shangri-La haben die Hunde ein Einsehen mit uns und legen längere Bellpausen ein. So laufen wir einigermaßen ausgeschlafen gegen acht Uhr drei Kilometer entlang des Flusses vorbei an Baugruben und Bauzäunen zum Ticket Office des Yading Nature Reserves. In Yading gibt es drei den Tibetern heilige Berge, von denen der höchste, Chenresig, 6032 Meter in den Himmel ragt. Alle drei sind bislang noch nie bestiegen worden. Tibeter umrunden jedoch gerne den Chenresig oder auch alle drei Berge, womit man sich ihrem Glauben nach große Verdienste erwirbt.

Der Besuch des Yading Nature Reserve ist leider kein Schnäppchen. Für Eintritt und Busfahrten zahlen wir pro Person umgerechnet ca. 30 Euro. Die Busfahrt führt über einen spektakulären Bergpass. Beim Anblick des ersten schneebedeckten Gipfels ertönt ein Raunen durch den Bus. An einer Aussichtsplattform machen wir einen Stopp. Die Chinesen machen Faxen und Fotos vor der wirklich schönen Bergkulisse. Bald darauf erreichen wir den Eingang zum Reserve. Für umgerechnet weitere zehn Euro fahren wir mit einer Art Mini-Tram auf Rädern noch sechs Kilometer weiter bis zum Luorong Grasland auf 4180 Höhenmetern. Die Wanderung hierhin nahe der Asphaltstraße hätte uns viel Zeit gekostet.

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Shangri-La / Riwa – Wo sich der Staub niemals legt

James Hilton beschreibt 1933 in seinem Roman „Lost Horizon“ ein Tal im Himalaya namens Shangri-La. Die Bewohner leben glücklich und werden steinalt. Seitdem ist Shangri-La ein Synonym für das Paradies auf Erden, isoliert von der Außenwelt. Im Jahr 2001 wurde die Stadt Zhongdian im tibetischen Teil Yunnans aus Marketing-Gründen in Shangri-La umbenannt. Es funktioniert, viele Touristen kommen in den Ort. Leider ist im Januar 2014 die Altstadt abgebrannt, aber der Wiederaufbau ist in vollem Gange.

Das Yading Nature Reserve hat eine der dramatischsten Hochgebirgslandschaften Chinas. Früher ein „Geheimtipp“, wird es in letzter Zeit aggressiv vermarktet. 2013 wurde der auf 4400 Metern höchstgelegene zivile Flughafen der Welt Daocheng Yading eröffnet. Eine Busstunde vor dem Reserve lag die kleine Siedlung Riwa. Sie bestand bis vor kurzem aus wenigen Häusern, wird aber gerade zu einer Stadt ausgebaut, die sich kilometerweit am Fluss entlang und die Nebentäler hinauf erstreckt und vielen Tausend Touristen gleichzeitig Unterkunft bieten soll. Da dachten sich die Verantwortlichen, dass die Shangri-La-Nummer doch auch hier nicht schlecht wäre.

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Daocheng (འདབ་པ་རྫོང།) – Stadtschweine und Pagodaspaziergang

Von Litang aus wollen wir nach Süden in Richtung Yunnan weiterreisen und den Sichuan-Tibet-Highway verlassen. Ganz so einfach gestaltet sich dieses Vorhaben jedoch nicht. Die Busse in Richtung Süden starten bis auf den letzten Platz besetzt bereits in Kangding. Es ist Glückssache, wie viele Leute in Litang aussteigen. Wir treffen einen netten alleinreisenden Japaner, der ebenso wie wir nach Daocheng, der nächsten Stadt in Richtung Süden fahren möchte. Leider werden nur zwei Plätze im Bus frei und wir lassen ihm den Vortritt. Als Alternative zu den Bussen stehen Minivans bereit. Diese sind etwas teurer und fahren erst ab, wenn alle Plätze besetzt sind, was auch mal einige Zeit dauern kann. Wir haben Glück und eine Viertelstunde später sind wir bereits unterwegs und überholen auf der gut ausgebauten Straße bald den großen Bus.

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Litang (ལི་ཐང།) – Pilger, Staub und dünne Luft

Wir befinden uns auf dem Höhepunkt unserer Reise. Über fast 5000 Meter hohe Pässe fahren wir im Bus in Richtung Litang. Der Sichuan-Tibet-Highway ist inzwischen größtenteils gut ausgebaut. Zwischen Xinduqiao und Litang jedoch sind zwei große Tunnelprojekte noch nicht vollendet und so genießen wir für wenige Stunden das Gefühl, dass Reisende früher viele Tage erdulden mussten: Auf der alten schmalen Passstraße, teils asphaltiert mit vielen Schlaglöchern, teils Sandpiste, schrauben wir uns in Kurven den Berg hinauf. Abwechselnd links und rechts lauert der hunderte Meter tiefe Abgrund direkt neben der Straße oder bei Gegenverkehr auch nur wenige Zentimeter neben dem Reifen. Die Federung des Busses bekommt die volle Dröhnung. Leichte Menschen heben von den Sitzen ab, große Menschen stoßen an die Decke des Busses. Weit unten schlängelt sich die Straße, die wir bereits bewältigt haben. Tausend Meter über dem Tal erreichen wir den Sattelpunkt des Passes. Wie überall in Tibet sind solche markanten Punkte mit reichlich bunten Gebetsfahnen geschmückt und Kathi geht das Herz auf.

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Tagong Grasslands – auf dem Dorf zwischen den Yaks und den Bergen

Tagong 塔公 Lhagang ལྷ་སྒང་ Von Kangding aus fahren wir auf dem Sichuan-Tibet-Highway Richtung Westen zu den Tagong Grasslands auf 3500m Höhe. Die nächsten 1000 Höhenmeter liegen vor uns. Der anfangs eher zweckmäßig geplante Zwischenstopp zur Akklimatisierung und Aufteilung der langen Strecke nach Litang erweist sich jedoch als Glücksgriff, wie sich nach kurzer Zeit herausstellen sollte.

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