Dunkle Wolken jagen über den Himmel, es ist kalt und fängt an zu regnen. Kein Problem, wir sitzen im Bus von Shangri-La nach Baishuitai, in der Tasche unsere Pässe mit verlängertem China-Visum. Über einen Monat haben wir nun noch Zeit, Yunnan zu erkunden, so wir denn wollen. Wir fahren auf einer schmalen Straße über Pässe und durch Flusstäler Richtung Süden. Drei Stunden lang geht es um eine Kurve nach der anderen, rauf und runter. Zum Glück lassen sich die Fenster des Busses öffnen. Wir sehen grün terrassierte Felder, Mischwälder, aber auch vertrocknet-braune Berghänge.

In Baishuitai soll es spektakuläre Kalksteinterrassen geben, die sich im Laufe der Jahrhunderte aus dem kalkhaltigen Wasser der Bergbäche gebildet haben. Für die Naxi People, Angehörige einer Minderheit mit eigener Religion und Schrift, ist der Ort ein bedeutendes Zentrum. Zu Naxi-Neujahr kommen hier viele Leute zusammen, um den Naturgöttern Respekt zu zollen. Am frühen Abend erreichen wir unser Ziel und werden am Bus von drei Naxi-Frauen empfangen, die uns jeweils ihre Unterkunft anpreisen. Wir beziehen ein ordentliches Guesthouse gegenüber der Bushaltestelle, von dem wir zuvor bereits gelesen haben, und zahlen umgerechnet etwa 7 Euro pro Nacht, unser neuer Sparfuchs-Rekord in China. Einziger Dämpfer ist, dass das WLAN im Zimmer nicht funktioniert.

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