Windpferd und Fischsauce

unterwegs zwischen Himalaya und Pazifik

Autor: Kathi (Seite 1 von 2)

Mawlamyine မော်လမြိုင်မြို့, – die verschlafene Hafenstadt mit morbidem Charme

26. Juli 2015 – Es ist die erste Station in Myanmar. Die drittgrößte Stadt mit rund 325.000 Einwohnern zeigt sich von ihrer grauen und nassen Seite. Seit unserer Ankunft gießt es nahezu jeden Abend in Strömen. Viele Bereiche werden minutenschnell unter Wasser gesetzt. Wer trocken bleiben möchte, bleibt lieber zu Hause oder wagt sich mit einem Regencape bewaffnet nach draußen. Doch schnell merken wir, dass die dünnen Capes das Wasser nur minimal von der Unterwäsche fern halten. Immerhin waren sie günstig.

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Hsipaw သီပေါ – Zwischen Tempeln bei Sonnenschein und Fieber im Dauerregen

12. August 2015 – Der Weg von Mandalay Richtung Nordosten bis ins kleine Örtchen Hsipaw führt auf holprigen Straßen durch eine tiefe Schlucht, die sich plötzlich vor uns eröffnet. Rechter Hand bestaunen wir das 250m hohe Goteik-Viadukt, über das der Zug aus Mandalay tuckert. Die meisten Touristen nehmen die 12stündige Fahrt extra auf sich, um die höchste Brücke des Landes, um 1900 erbaut, zu sehen. Wir hingegen sitzen diesmal im Bus, um Zeit zu sparen.
Hsipaw ist zwar bei Wanderfreunden beliebt, aber nicht überlaufen. Das Besondere des Ortes liegt in seiner Ruhe.

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Mit dem Nachtzug von Yangon nach Bagan

03. August 2015 – Wer mit dem Zug durch Myanmar fährt, der sollte eines mitbringen: Zeit und Sitzfleisch. Mit rund 20 kmh tuckert die Bahn mit einer Stunde Verspätung am Nachmittag im Bahnhof von Yangon ein. Wir merken schnell, dass wir die erste Klasse gebucht haben. Kaum wird der Zug aufgerufen, wird unser Gepäck auf einen Kofferwagen gewuchtet und zum Gleis gebracht. Auch unser überraschtes „Nein danke, wir können das selbst tragen.“ stößt auf Unverständnis. Wir sollen bitte folgen und betreten als erste den Bahnsteig. Mir ist die viele Aufmerksamkeit unangenehm, da alle anderen Mitfahrenden noch geduldig warten müssen. Was haben wir da bloß gebucht?

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Adventsgeschichten aus den Philippinen – Das Licht von Manila

Weihnachten steht bevor und wir treffen pünktlich zu Beginn der Adventszeit in der philippinischen Hauptstadt Manila ein. Bereits am Flughafen empfängt uns ein goldener Engel vor einem geschmückten Tannenbaum. Die Schritte des kleinen malaysischen Mädchens vor uns verlangsamen sich. Schau mal, Mama! Prompt zückt die Mutter das Smartphone und macht ein Foto von Kind und Engel. Szenen, wie wir sie nur allzu gut aus der ganzen Welt kennen. Draußen schwallt uns feuchtwarme, stickige, nach Abgasen stinkende Luft entgegen. Wir sind wieder im Smog. Welcome back! Kurze Zeit später wissen wir warum: dicht an dicht verstopfen schwarz rußende Jeepneys, das Hauptverkehrsmittel in Manila, dicke Autos (SUV) und Busse die Wege durch die Stadt. Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern sind wenig Roller in dem Getümmel unterwegs. Dafür kämpft sich ein vereinzelter Radfahrer mit vermummten Gesicht geschwind an dem brummenden Verkehr vorbei. Respekt! An uns vorbei ziehen Baustellen und schicke Neubauten für Luxuswohnungen mit Pool direkt am Airport. Manila, ein Moloch? Was verbirgt sich hinter der Beschreibung? Wir sind neugierig.

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Zwischen Thailand und Myanmar – Einreise über die „Friendship Bridge“

Was ist in den letzten zwei Monaten seit China passiert?
Zeit zum Notieren der Eindrücke bleibt kaum, wir beschränken uns auf beobachten und entdecken. Viele Erlebnisse im Kopf wollen dennoch festgehalten werden. Von der tropischen Stadt Jinghong (Süd-China) sind wir Anfang Juli über die gemütliche Kleinstadt Luang Namtha in Nord-Laos ins Goldene Dreieck nach Chiang Rai (Nord-Thailand) gereist, bevor es weiter über die beliebte Uni-Stadt Chiang Mai an die burmesische Grenze ins verschlafene Örtchen Mae Sot ging. Hier spüren wir zum ersten Mal den „burmesischen Wind“, sehen offensichtliche Unterschiede zwischen Thais und Burmesen…

Von Mae Sot über die Grenze nach Myawaddy
Ende Juli ist es soweit. Ein neues Land ruft uns und ist nur wenige Meter entfernt. Myanmar, das viele noch als Burma kennen und auch wie die viele Einheimischen so nennen, ist zum Greifen nah.

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Zeit haben.

Die Reise geht weiter, immer weiter. Wer oder was treibt uns an? Mal ist es pure Neugierde auf das nächste Ziel, mal der aktuelle Ort, der uns aus verschiedenen Gründen doch nicht länger zum Verweilen einlädt. Zudem muss die kostbare Reisezeit ja genutzt werden, hämmert ein Teufelchen im Kopf. Doch was bedeutet das schon, Zeit optimal auszunutzen?

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Jinghong 景洪市 Tropische Grenzstadt am Mekong

Wer nachts aus dem Bus in Jinghong aussteigt, dem schwallt feucht-heiße Luft entgegen. Willkommen in der tropischen Region Xishuangbanna, im südwestlichsten Zipfel Chinas! Die tropischen Temperaturen sind der Stadt anzumerken, nicht nur hinsichtlich der Temperatur. Sie wirkt bunter als andere Städte Chinas. Han-Chinesen, Dai- und andere Minderheiten leben hier zusammen. Die Gebäudefassaden haben einen farbigen Anstrich, in den Straßen wurden Palmen und andere reich blühende Bäume gepflanzt. Obststände, mobile Garküchen und Barbecue-Stände säumen die Gehwege. Der Geruch von gegrilltem Hähnchen liegt in der Luft, Dressing für Papaya-Salat wird gestampft und Nudelsuppe serviert. Unsere Vorfreude auf Laos und Thailand wächst. Zwischen all dem „tropischen Traum“ stehen dann hier und da gesichtslose, monotone Hochhaus-Komplexe, die nachts bunt blinken. Wir sind eben doch noch in China.

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Zwischen Hani-Dörfern und Reisterrassen in Yuanyang 元阳县

Saftig grüne Reisfelder soweit das Auge reicht. Wir fahren in die hügelige Landschaft von Yuanyang, 80 km südwestlich von Jianshui. Über Jahrhunderte hinweg hat hier die Hani-Minderheit terrassenförmige Reisfelder angelegt. Es handelt sich nicht nur um ein Tal, sondern um ein Gebiet von ca. 12.500 ha mit markanter Topografie. Im oberen Bereich der Berghänge haben sich die Dörfer angesiedelt, während sich die Reisterrassen bis tief in die Täler erstrecken. Eine direkte Busverbindung von Jianshui aus gibt es nicht, so dass wir mehrmals den Bus bzw. Minivan wechseln müssen. Unsere Unterkunft, das „Timeless Hostel Yuanyang“, liegt in dem Dorf Pugaolao und bietet einen wunderbaren weiten Blick hinab auf die Reisfelder. Von der Dachterrasse aus können wir beobachten, wie Nebelschwaden und Wolken im Schneckentempo aus dem Tal hinaufziehen. Nachts taucht der große Mond hinter dem Bergkamm auf. Auch ein paar Sterne sind zu sehen. Einen besseren Ort zur Entspannung scheint es nicht zu geben.

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Jianshui 建水县, eine gemütliche Kleinstadt und ihre touristischen Schwalben

Nach der Großstadt Kunming ist Jianshui auf den ersten Blick eine Wohltat. Nach kurzen 200 km gen Süden und dreieinhalb Stunden Fahrt werden wir am kleinen Busbahnhof der Stadt von Songtheaw ähnlichen Fahrzeugen in Empfang genommen. Die Fahrer sitzen entspannt auf ihrem Wagen in der Nachmittagssonne und bieten uns ihre Dienste an. Wie so oft gehen wir mit einem „bu schischié“ (nein danke) an ihnen vorbei, um uns Raum und Luft zu verschaffen. Wir haben Glück, auf der anderen Straßenseite hält gerade ein Stadtbus, der Richtung Altstadt fährt. So einfach kann es manchmal gehen. Wir fahren vorbei an alten, zum Teil heruntergekommenen kleinen Holzhäusern, deren Farbe an der Fassade schon lange verblasst ist. Die autofreie Altstadt von Jianshui mit ihren verwinkelten Gassen wirkt auf den ersten Blick gemütlich und ist noch nicht ganz so auf Hochglanz poliert wie Lijiang und Shangri-La. Touristen sehen wir kaum. Doch der Schein trügt, denn es ist mitten in der Woche.

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Kunming 昆明 , ein kurzer Streifzug durch die Provinzhauptstadt Yunnans

Bislang sind wir fünf Wochen durch China gereist, haben viel gesehen und entdeckt, mit Bus, Zug oder per Pedes mehrere Tausend Höhenmeter überwunden. Die Industriestadt Kunming liegt immerhin „nur“ noch auf der 2000m hohen Yunnan-Ebene, wodurch ganzjährig milde Temperaturen vorherrschen. Es ist sehr angenehm, nicht zu heiß, nicht zu kalt. Auch der Langzeitreisende braucht ab und zu eine Pause. Wir sind vor allem von den langen Busfahrten „reisemüde“ geworden und sehnen uns nach einem entspannten Ort zum Verweilen. Zwar klingt eine Stadt mit rund sieben Millionen Einwohnern nicht gerade ideal dafür, doch die vielen Parks in der Stadt stimmen uns optimistisch. Endlich wieder mit einem Buch auf dem Rasen liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen…

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