Windpferd und Fischsauce

unterwegs zwischen Himalaya und Pazifik

Monat: Januar 2016

Mawlamyine မော်လမြိုင်မြို့, – die verschlafene Hafenstadt mit morbidem Charme

26. Juli 2015 – Es ist die erste Station in Myanmar. Die drittgrößte Stadt mit rund 325.000 Einwohnern zeigt sich von ihrer grauen und nassen Seite. Seit unserer Ankunft gießt es nahezu jeden Abend in Strömen. Viele Bereiche werden minutenschnell unter Wasser gesetzt. Wer trocken bleiben möchte, bleibt lieber zu Hause oder wagt sich mit einem Regencape bewaffnet nach draußen. Doch schnell merken wir, dass die dünnen Capes das Wasser nur minimal von der Unterwäsche fern halten. Immerhin waren sie günstig.

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Hsipaw သီပေါ – Zwischen Tempeln bei Sonnenschein und Fieber im Dauerregen

12. August 2015 – Der Weg von Mandalay Richtung Nordosten bis ins kleine Örtchen Hsipaw führt auf holprigen Straßen durch eine tiefe Schlucht, die sich plötzlich vor uns eröffnet. Rechter Hand bestaunen wir das 250m hohe Goteik-Viadukt, über das der Zug aus Mandalay tuckert. Die meisten Touristen nehmen die 12stündige Fahrt extra auf sich, um die höchste Brücke des Landes, um 1900 erbaut, zu sehen. Wir hingegen sitzen diesmal im Bus, um Zeit zu sparen.
Hsipaw ist zwar bei Wanderfreunden beliebt, aber nicht überlaufen. Das Besondere des Ortes liegt in seiner Ruhe.

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Mit dem Nachtzug von Yangon nach Bagan

03. August 2015 – Wer mit dem Zug durch Myanmar fährt, der sollte eines mitbringen: Zeit und Sitzfleisch. Mit rund 20 kmh tuckert die Bahn mit einer Stunde Verspätung am Nachmittag im Bahnhof von Yangon ein. Wir merken schnell, dass wir die erste Klasse gebucht haben. Kaum wird der Zug aufgerufen, wird unser Gepäck auf einen Kofferwagen gewuchtet und zum Gleis gebracht. Auch unser überraschtes „Nein danke, wir können das selbst tragen.“ stößt auf Unverständnis. Wir sollen bitte folgen und betreten als erste den Bahnsteig. Mir ist die viele Aufmerksamkeit unangenehm, da alle anderen Mitfahrenden noch geduldig warten müssen. Was haben wir da bloß gebucht?

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