Windpferd und Fischsauce

unterwegs zwischen Himalaya und Pazifik

Monat: Mai 2015 (Seite 1 von 2)

Kangding / Dardo དར་རྩེ་མདོ། – Windpferde, Buttertee und die ersten Höhenmeter

Kangding chinesisch 康定县
Dardo tibetisch དར་རྩེ་མདོ།  

Es wird kühler. Der Temperatursprung von 30 auf ca. 16°C ist deutlich spürbar. Die chinesische Kleinstadt mit nur ca. 100.000 Einwohner liegt auf 2600m und gilt auch für uns als Tor nach Tibet. Na klar, nach fünf Wochen tropischen Temperaturen frieren wir trotz Merinoshirt und Fleecejacke. Aushilfe ist die in dieser Region weit verbreitete Heizdecke, da die Gebäude nicht isoliert sind. Wer hätte das gedacht, wie unsere Omas liegen wir abends eingemummelt unter dicken Wolldecken und schalten die Heizdecke an. Morgens ist das Zimmer so kalt, dass wir kaum das Bett verlassen wollen. Doch der Himmel ist blau und das lockt. Wir wollen auf einen Berg steigen. Eine Wanderkarte gibt es nicht, dafür aber den Tipp: „Alle Wege führen nach oben“.

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Tibet, wir kommen!

Jede Stunde macht sich ein Bus auf den beschwerlichen Weg von Chengdu im schwülen diesigen Sichuan-Becken ins kühle Kangding, dem Tor nach Tibet in der Kham-Region. Heute um 11 Uhr fährt er mit uns, wir sitzen auf dem Ehrenplatz in der ersten Reihe rechts mit einer Top-Aussicht nach vorne. Die Fahrt soll laut verschiedener Quellen zwischen sieben und zehn Stunden dauern. Wir fragen noch einmal die Dame am Ticketschalter, die uns erst nicht versteht, dann aber etwas von 4 bis 5 Stunden murmelt. Das sind ja mal gute Nachrichten, vermutlich wurde der Sichuan-Tibet Highway inzwischen weiter ausgebaut, so denken wir.

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Chengdu auf Schildern

Chengdu ist voll von Schildern. In jedem Stadtpark gibt es ein Notfallmanagement, Bürger werden zu mehr Bewegung aufgefordert oder aber dazu, dichter ans Pissoir zu treten. Die Aussage mancher Schilder erschließt sich erst auf den zweiten Blick, aber seht selbst…

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Chengdu – Tempel, Teehäuser und Pandas

Mit dem Bullet-Train fahren wir von Chongqing nach Chengdu. Die Fahrkarten haben wir erst wenige Stunden vor Abfahrt gekauft und leider keinen Sitzplatz mehr bekommen. Bahnhöfe in China funktionieren ähnlich wie Flughäfen im Rest der Welt. Nur dass man beim Boarding vom Gate nicht ins Flugzeug, sondern auf den Bahnsteig geht. Wir stehen vorne in der Schlange, sind mit als erste im Zug und haben Glück. Wir können Plastikhocker am Wagenende als Sitz benutzen und müssen nicht stehen. Fahrgefühl und -geschwindigkeit entsprechen in etwa dem ICE in Deutschland, für die zwei Stunden Fahrt zahlen wir umgerechnet aber nur etwa 15 Euro pro Person.

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Chongqing – Megacity im Dunst

Das Land des Lächeln entlässt uns, das Reich der Mitte erwartet uns. Nach einem Monat brütender April- und Maihitze, leckeren Essens und einfacher Verständigung in Thailand wird jetzt alles anders. Von Bangkok aus fliegen wir mit Air Asia in drei Stunden nach Chongqing im Westen Chinas. In manchen Statistiken wird die Stadt mit 29 Millionen Einwohnern als die größte Stadt der Welt gelistet. Damit ist allerdings die gesamte Verwaltungseinheit gemeint, die etwa so groß ist wie Österreich. Wie viele Einwohner davon in der eigentlichen Stadt leben, kommt darauf an, wie man Stadt definiert, es sind auf jeden Fall viele Millionen.

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Wir bekommen unser Visum für Myanmar in Bangkok

Nachdem wir einen Monat in und um Bangkok verbracht haben, geht unsere große Tour bald endlich los. Am 14. Mai werden wir von Bangkok nach Chongquing in China fliegen und von dort aus versuchen, uns überland durch durch Western Sichuan und Yunnan, Laos, Thailand, Myanmar und Nordost-Indien bis nach Nepal durchzuschlagen. Damit wir nicht noch einmal längere Zeit in Bangkok aufgehalten werden, entschließen wir uns, bereits jetzt das Visum für Myanmar zu beantragen. Ab Ausstellung des Visums hat man drei Monate Zeit, ins Land einzureisen und dann vier Wochen in Myanmar zu bleiben. Leider gibt es in Thailand Anfang Mai eine Reihe offizieller Feiertage, an denen die Botschaft Myanmars geschlossen bleibt. Es empfiehlt sich, dies frühzeitig zu checken, um nicht wie wir ungeplant weitere Zeit in Bangkok verbringen zu müssen.

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Ko Mak – das hübsche Entlein

In Thailand gab es einmal viele Inseln mit Traumstränden und toller Unterwasserwelt. Inzwischen sind die Traumstrände mit teuren Resorts zugebaut und unter Wasser tummeln sich ähnlich viele Taucher wie partyhungrige Gap-Year-Students am Strand. Einige wenige Inseln blieben vom Massentourismus verschont, meist weil sie in einer Art flachen Wattenmeeres liegen. Die Strände sind, wenn überhaupt, nur bei Hochwasser attraktiv. Bei Ebbe steht die Luft und riecht nach Schlick. Bei Ko Mak kommt noch hinzu, dass sich dort bissige Sandfliegen sehr wohl fühlen und die Strände für sich beanspruchen. Dafür soll die Insel ruhig und freundlich sein und es günstige Bungalows direkt am Wasser geben.

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Hungrige Mitbewohner

Eine uns liebgewordene Angewohnheit auf Reisen ist ein Müslifrühstück auf dem Balkon (mit viel Nescafé für Sven). Auf der Insel Ko Mak in unserem Holzbunglalow direkt am Meer genießen wir jeden Morgen auf diese Weise. Nicht immer jedoch erwachen wir komplett erholt aus unseren Träumen, denn nachts ist immer wieder ein Nagen, Kratzen und Knistern zu vernehmen. Vor allem Kathi fällt es schwer, dieses zu ignorieren und weiterzuschlafen, die nächtliche Ursachenforschung bleibt jedoch erfolglos.

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Happy Songkran oder Wasser marsch!

Songkran สงกรานต์, das traditionelle Neujahrsfest der Thais, ist nicht irgendein Feiertag, sondern wird gleich an drei Tagen im April gefeiert. In Bangkok soll ein regelrechter Ausnahmezustand herrschen, sagte man uns. Kleinbusse für Ausflüge seien längst ausgebucht, Taxen nehmen erhöhte Preise und teilweise fahren auch die Fähren nicht mehr. Und wir? Wir sind seit zwei Tagen in der hektischen, brummenden und immer heißer werdenden Stadt und sehnen uns nach Ruhe. Der lange Flug und wenige Schlaf steckt uns scheinbar doch noch in den Knochen. Wie es der Zufall so will, befindet sich unser kleines, gemütliches Guesthouse mitten im Party-Zentrum. Was also tun?

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Bang Krachao (บางกระเจ้า) – hinterm Fluss ists grüner

Eine weitere Landpartie steht an. Die Ruhe und Idylle von Pak Kret, einer Flussinsel nördlich Bangkoks, hat uns sehr gut gefallen. Südlich der Innenstadt entdecken wir auf unserem Stadtplan eine ähnliche Schlinge des Chao-Phraya-Flusses, die die Halbinsel Bang Krachao umschließt. Eine kurze Recherche ergibt, dass dort Mountain-Bike-Touren veranstaltet werden und auch vor Ort Fahrräder verliehen werden. Auf unserem hilfreichen Bangkok-Bus-Guide-Plan sehen wir, dass Bus 47 von der Khao-San-Road direkt zum Khlong Toei Port fährt, von wo aus Boote nach Bang Krachao übersetzen.

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